Zeichen gegen Rechts: Joko und Klaas präsentieren auf ProSieben den „Entkräfter Pro Max“

Bei der Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ hatten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf erneut 15 Minuten zur besten Sendezeit auf ProSieben gewonnen – laut dem Sender eine Viertelstunde Fernsehen, bei der vorher niemand weiß, was passiert. Und sie nutzten ihre Zeit für eine wichtige Botschaft. Die beiden Entertainer bewarben in ihrer gewonnenen Sendezeit ein Gerät, das Fake News widerlegen soll: der „Entkräfter Pro Max“.

„In Thüringen ist die AfD gerade zweitstärkste Kraft geworden – genauso wie in Brandenburg und in Sachsen. Und ob wir wollen oder nicht: Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass rechtspopulistische Parolen, Stimmungsmache und Verschwörungstheorien langsam aber sicher zu unserem Alltag gehören. Falsche Fakten werden so oft wiederholt, bis irgendwann gar nicht mehr zur Debatte steht, ob sie überhaupt stimmen“, sagt Klaas vor der Produktvorstellung. „Mit Populisten zu diskutieren ist unmöglich. Diese Personen sind nämlich gar nicht am Austausch von Argumenten interessiert“, ergänzte Joko.

Danach präsentierten die beiden „Erfinder“ schließlich ihr Produkt: ein kleines schwarzes Gerät, das aussieht wie eine Fernbedienung inklusive Lautsprecher. „Der Entkräfter Pro Max. Der Automat von heute. Gegen die Parolen von gestern.“ Die kleine Soundbox enthält laut Joko und Klaas recherchierte Fakten und Argumente gegen die acht weit verbreitetsten rechtspopulistischen Behauptungen. Darunter zum Beispiel: „Ausländer sind krimineller als Deutsche“ und „Seenotrettung fördert Schlepperei“. Argumente gegen Fake News also – vorgetragen von keinem Geringeren als dem deutschen Synchronsprecher von Dwayne „The Rock“ Johnson, Ingo Albrecht.

Auf einer eigens für das Produkt erstellten Internetseite kann man das Gerät bestellen. Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Teleshopping-Sendung von Joko und Klaas war die Seite sogar zeitweise überlastet.

Winterscheidt und Heufer-Umlauf haben mit „Joko & Klaas 15 Minuten live“ schonmal Aufsehen erregt. Im Mai hatten die beiden Entertainer ihre gewonnene Sendezeit dafür genutzt, oftmals vernachlässigte Debatten in den Mainstream zu holen. Sie gaben damals drei Menschen den Raum, um über die Themen Flüchtlingshilfe, Obdachlosigkeit und Kampf gegen Rechtsextremismus zu sprechen.

Der Sender stellte sich nach der Ausstrahlung hinter ihre beiden Moderatoren. „ProSieben unterstützt die Haltung hinter dem ‚Entkräfter Pro Max‘ und damit den öffentlichen Diskurs, der nicht den Rechten überlassen werden darf. Diese Botschaft soll über die Live-Sendung am Mittwochabend hinaus gehört werden“, hieß es einem Statement.

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