„Skylines“ abgesetzt – Netflix verlängert die Serie nicht

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„Skylines“ abgesetzt – Netflix verlängert die Serie nicht

Von der in Frankfurt gedrehten Netflix-Serie „Skylines“ wird es keine zweite Staffel mehr geben. Einer der Hauptdarsteller, der Schauspieler Edin Hasanovic, hatte auf Instagram ein entsprechendes Video gepostet. „Das sind keine guten Nachrichten. Um es mal auszusprechen: Es geht nicht weiter mit ‚Skylines‘, leider“, sagte Hasanovic. Fans reagieren in den Kommentaren fassungslos und auch der Schauspieler wirkt sichtlich emotional berührt.

Die neue deutsche Netflix-Serie „Skylines“ handelte von einem fiktiven Frankfurter Raplabel, der Bankenwelt und Drogendeals. Die erste Staffel der Serie ist seit 27. September 2019 bei Netflix abrufbar. Zum Ende der ersten Staffel wurden nicht alle Handlungsstränge aufgelöst und Fans der Serie hofften darauf, in Staffel 2 noch mehr von der Frankfurter Rapwelt und ihren in Staffel 1 aufgebauten Figuren sehen zu können – vergeblich.

Der Showrunner, Autor und Produzent der Serie, Dennis Schanz, hatte in einem exklusiven Interview mit „Stream Wars“ – bekannt gegeben, dass er eigentlich an 12 Episoden gedacht hatte, als er Skript und Konzept erstellte. Die Praxis sah dann nur sechs Episoden in der ersten Staffel vor, die Teile sieben bis zwölf sind aber schon fertig geschrieben. Es war ihm wichtig, dass die Geschichte mit der letzten Folge einerseits abgeschlossen ist, andererseits aber auch wieder geöffnet wird. Das wird nun, zumindest bei Netflix, nicht passieren.

Der Streaminganbieter selbst gab keine Stellungnahme zum Aus für die Serie ab. Zahlen zur Nutzung veröffentlichte Netflix ebensowenig.

Zurzeit läuft wegen „Skylines“ zudem ein Rechtsstreit. Ein reales HipHop-Label mit dem Namen „Skyline Records“ sieht durch die Serie Persönlichkeits- sowie Namensrechte verletzt. Der Geschäftsführer von „Skyline Records“ Jan Lehmann hat wohl relativ spät von der Netflix-Serie mitbekommen und sich wenig begeistert gezeigt. Laut ihm zeigt die in der Serie erzählte Geschichte viele Parallelen mit einem jungen Künstler und dessen Erlebnissen beim Label. Die Serien-Verantwortlichen und Netflix beharren allerdings darauf, dass die Erzählung reine Fiktion sei. Eine Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt hatte Mitte Oktober entschieden, dass die Kunstfreiheit überwiege und den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Nun liegt dem Oberlandesgericht in Frankfurt ein Beschwerdeverfahren vor. Wann eine Entscheidung fällt, ist unklar.

Da sich Netflix nicht offiziell geäußert hat, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt unklar, ob der Streaming-Anbieter vor weiteren rechtlichen Streitereien zurückschreckt und die Serie deshalb lieber beendet, oder die Streaming-Zahlen eine Fortsetzung nicht gerechtfertigt haben. Hasanovics Statement legt letzteres nahe.

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